Region. In Gärten wird seit Wochen bereits fleißig gewuselt. Nach den Wintermonaten konnten es viele kaum noch abwarten, um das geliebte Grün auf Vordermann zu bringen. In vielen Vorgärten sieht man, dass sich ganzjähriger Fleiß lohnt. Herrlich blühende Flächen tragen nicht unerheblich zu einer besseren Gefühlslage bei. Doch jetzt steht der Mai vor der Tür: Für Gartenliebhaber beginnt der große Pflanzmonat im Jahreszyklus.
Die bevorstehenden Tage und Wochen sind zweifelsfrei besonders schön. Junges, saftiges Grün und eine große Blütenpracht sind typisch für den Mai. Sobald die gefürchteten Eisheiligen vorbei sind, beginnt die Hauptpflanzzeit und damit eine Phase, in der es eine große Menge an Arbeit gibt. In den vergangenen Jahren gab es wieder spür- und sichtbar einen Trend zu mehr Nutzgärten. Viele Hobbygärtner haben Zierflächen reduziert und bauen Obst und Gemüse rund ums Haus an. Eine schön anzusehende Mischung aus Zier- und Nutzflächen ist in vielen Wohngebieten mittlerweile die Regel.
Was wird jetzt gemacht?
Empfindliche Pflanzen, die keine Nachtfröste vertragen, können endlich ins Freie bepflanzt werden, und die Beete füllen sich – raus aus Kellern, Garagen oder Gewächshäusern. Auch Balkonkästen und Blumentöpfe können „bestückt“ werden. Und die ersten, bereits verblühten Blumen sollte man zurückschneiden, damit sie bestens vorbereitet wieder neu erblühen können.
Die frostfreien Nächte und hohen Temperaturen am Tag sind auch ideal zur Aussaat, denn Samen keimen in den feuchten Böden unter diesen Bedingungen sehr schnell. Kürbisse, Mais, Bohnen und Zucchini keimen jetzt recht flott. Und wer regelmäßig Gesundes und Frisches aus dem eigenen Garten verzehren will, der sollte darauf achten, dass er etwa Salat, Radieschen und Möhren immer nachsät. Auch Zwiebeln und Lauchsorten kann man im Mai stecken oder aussäen. Mit den Gedanken an leckere Gemüsepfannen und Gerichte mit eigenem Gemüse gehen die Arbeiten im Garten besonders leicht von der Hand.
An vielen Hauswänden sieht man auch „Gestelle“ und Stangen, an denen in den kommenden Wochen Tomaten geerntet werden können. Zunächst aber müssen Tomaten, Paprika, Gurken im Freien ihren Platz finden, damit sie mit dem Wachstum so richtig loslegen können.
Gießen immer wichtiger
Der Klimawandel ist auch in unserer Region längst spürbar angekommen. Bereits im Mai kann die 30-Grad-Marke geknackt werden und längere Trockenphasen setzen den Pflanzen zu. Deshalb ist regelmäßiges Gießen immer wichtiger geworden. Frühaufsteher sollten dies gleich morgens tun, dann können die Pflanzen das Wasser aufnehmen und man verhindert, dass das zunehmend kostbare Wasser verdunstet. Auch regelmäßiges Düngen – hierbei holt man sich am besten Rat von Gartenprofis – sowie das Auflockern des Bodens mit einer kleinen Handhacke schätzen die Pflanzen sehr. Obstbäume pflegen
Der Mittelrhein ist traditionell bekannt für eine Vielfalt an Kirschbäumen und auch Apfelbäumen. Jahrelang schien dies fast in Vergessenheit geraten zu sein, doch mittlerweile erleben wir im Welterbetal eine Renaissance der Obstbaumkultur. Auch in vielen Gärten sieht man wieder vermehrt Obstbäumchen. Neben den richtigen Erziehungsschnitten im Herbst wollen Obstbäume im Mai mit Dünger unterstützt werden. Etwas Kompost oder ein organischer Dünger, den man in Gartencentern oder Fachgeschäften kaufen kann, helfen bei der Entwicklung von Trieben und Blüten. Spätestens wenn man Obst im eigenen Garten pflückt und es sich schmecken lässt, weiß man, dass sich alle Arbeiten gelohnt haben.




























