Boppard. Die erste große Hitzewelle mit Temperaturen um 40 Grad haben wir geschafft, doch die nächste wird sicherlich in diesem Sommer nicht lange auf sich warten lassen. Mediziner geben Tipps, wie man möglichst gut die Hitzestrapazen verkraftet: viel trinken, wenig körperliche Anstrengungen und möglichst Schatten aufsuchen. Doch was tun, wenn der eigene Garten nach Pflege „schreit“? Für Hobbygärtner wird die Arbeit rund um das Haus bei Hitze schnell zur Tortur.
Wer Unkraut jätet, mit Hacke und Astscheren arbeitet, den Rasenmäher schiebt oder mit dem Freischneider schuftet, der kann sich schnell überlasten. Die Gefahren durch Sonnenstich, Sonnenbrand und Dehydrierung sollte man keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. Deshalb ist das Tragen eines Sonnenhutes bei der Arbeit im Garten mehr als nur sinnvoll. Außerdem empfehlenswert: leichte, langärmlige Shirts und luftige lange Hosen. Die Flasche mit Wasser sollte immer in der Nähe sein.
Erfahrene Hobbygärtner verzichten auf extrem anstrengende Arbeiten in der Mittagshitze. Das kräftezehrende Lockern eines trockenen, steinigen Bodens mit Pickel, Hacke und Spaten ist alles andere als sinnvoll. Besser ist es, man wartet bis in die Abendstunden oder stellt diese Arbeiten zurück bis nach einem Wetterwechsel.
An Ruhezeiten denken
Natürlich ist es bei extremer Hitze am angenehmsten, wenn man morgens ganz früh in den Garten geht oder am Abend. Zum Glück sind die Tage lang und man muss nicht im Dunkeln schuften. Doch wer früh oder spät im Garten loslegt, darf nicht vergessen, dass er auf den Einsatz von Gartengeräten mit Motor verzichtet und sich aus Rücksicht vor Nachbarn an die Ruhezeiten hält. Übrigens: Auch schon das Geräusch eines Rasensprengers kann Nachbarn, die im Sommer bei offenen Fenstern schlafen, sehr auf die Nerven gehen.
Schlau wässern
Die Pflanzen benötigen Wasser, doch Wasser ist ein zunehmend kostbares Gut, da nach dem viel zu trockenen vergangenen Winter die Grundwasserneubildung auch im Hunsrück nicht ausreichend war. Damit das Wasser nicht gleich nach dem Gießen oder dem Bewässern mit dem Schlauch verdunstet, gilt eine Regel: Nie in der prallen Sonne die Pflanzen versorgen, sondern morgens früh und/oder abends. Wer morgens ausreichend wässert, der kann am Abend darauf verzichten. Das hat den Vorteil, dass dann in der Nacht weniger Schnecken „angelockt“ werden.
Damit das Wasser optimal von den Pflanzen aufgenommen werden kann, ist es sinnvoll, den Boden rund um Stamm und Wurzelbereich leicht aufzulockern. Dann kann der Boden das Wasser optimal aufnehmen und es gelangt zu den Wurzeln. Diese Art spart auch Wasser, da es nicht in der Sonne sofort verdunstet. Die Blätter der Pflanzen werden zudem auch vor Verbrennungen geschützt, da Tropfen auf Blättern in der Gluthitze wie ein Brennglas wirken.




























