Stadt Boppard und Stiftung sichern mit finan­zi­el­ler Unterstützung Zukunft des Krankenhauses

Boppard. Der Bürgermeister der Stadt Boppard, Jörg Haseneier, und der Stiftungsvorsitzende der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist, Pfarrer Stefan Dumont, haben am 8. Juli eine Kooperationsvereinbarung zum Betrauungsakt der Stadt Boppard gegen­über der Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein gGmbH (GKM) unterzeichnet.

Mit dem Betrauungsakt für 2026 und 2027 ver­pflich­tet sich die Stadt Boppard gegen­über dem GKM, mög­li­che Verluste des Heilig-Geist-Krankenhauses in Boppard bis zu einem Volumen von zwei Millionen Euro aus­zu­glei­chen. Die Stiftung Hospital zum Heiligen Geist betei­ligt sich mit 200.000 Euro an die­ser Unterstützung. Weitere 100.000 Euro steu­ert der Förderverein des Krankenhauses bei.

Unterstützung für das Heilig-Geist-Krankenhaus BoppardBereits am vor­an­ge­gan­ge­nen Betrauungsakt des Rhein-Hunsrück-Kreises für den Zeitraum Juli 2024 bis Dezember 2025 hat­ten sich die Stadt Boppard und die Stiftung maß­geb­lich finan­zi­ell betei­ligt. Insgesamt wur­den für 2024 bis 2027 rund vier Millionen Euro für Verlustausgleiche zuge­sagt und bereit­ge­stellt. Davon ent­fal­len rund 2,3 Millionen Euro auf die Stadt Boppard, rund eine Million Euro auf die Stiftung Hospital zum Heiligen Geist, rund 600.000 Euro auf den Rhein-Hunsrück-Kreis und 100.000 Euro auf den Förderverein des Krankenhauses.

Angesichts der ange­spann­ten öffent­li­chen Haushalte von Stadt und Kreis sowie der begrenz­ten finan­zi­el­len Möglichkeiten von Stiftung und Förderverein ist die­ses gemein­sa­me Engagement eine beson­de­re Kraftanstrengung. Es soll dazu bei­tra­gen, den Krankenhausstandort Heilig Geist in Boppard auch über das Jahr 2027 hin­aus zu sichern. Parallel dazu füh­ren die Stadt Boppard und das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein Gespräche über die wei­te­re Ausgestaltung des Zukunftskonzepts für das Heilig-Geist-Krankenhaus. Erste Maßnahmen wur­den bereits zum 1. Juli umge­setzt: Das Haus kon­zen­triert sich künf­tig auf Geriatrie, Innere Medizin, Psychosomatik, Wundmedizin und Plastische Chirurgie. Die chir­ur­gi­sche Abteilung und die Zentrale Notaufnahme wur­den geschlos­sen; ent­spre­chen­de Leistungen wer­den inner­halb des Klinikverbunds und durch ein Erstversorgungsteam in Boppard für Patienten mit nicht lebens­be­droh­li­chen aku­ten Beschwerden sicher­ge­stellt. Die Intensivstation wur­de in eine Intermediate-Care-Einheit (IMC) umgewandelt.

„Die Stadt Boppard steht wei­ter­hin fest an der Seite unse­res Krankenhauses. Die ver­ein­bar­te finan­zi­el­le Unterstützung ist ein wich­ti­ges Signal, dass wir gemein­sam mit der Stiftung und dem Förderverein Verantwortung für die Zukunft des Standortes über­neh­men“, erklärt Bürgermeister Jörg Haseneier. „Wir set­zen gro­ße Hoffnungen in die wei­te­ren Gespräche und auch in die neue Landesregierung. Ich hof­fe sehr, dass die gemein­sa­men Kraftanstrengungen aller Beteiligten dazu füh­ren, dass sich die Regioklinik in Boppard auf einem guten Weg befin­det und wir unse­ren Krankenhausstandort lang­fris­tig erhal­ten können.“