Boppard. Jubiläum bei „Caritas – der Laden“ in Boppard: Die sozia­le Second-Hand-Boutique in der Oberstraße exis­tiert seit 25 Jahren. In einer Feierstunde gab es einen Rückblick auf ein Vierteljahrhundert Ladengeschichte. Im Mittelpunkt stand aber die Würdigung lang­jäh­ri­ger Mitglieder des ehren­amt­li­chen Laden-Teams!

Im Rhein-Hunsrück-Kreis betreibt der ört­li­che Caritasverband drei Second-Hand-Shops. Bei „Caritas – der Laden“ gibt es vor­wie­gend Kleidung, aber auch Haushaltsutensilien oder Spielzeug. Ehrenamtliche Teams schul­tern Sortierung, Dekoration und Verkauf des Sortiments aus gut erhal­te­nen Spenden. Der ers­te CariLaden – Boppard – exis­tiert seit 2001. Das 25. Jubiläum wur­de nun in einer inter­nen Feierstunde begangen.

Wie üblich und ange­bracht, prä­sen­tier­te Elke Nick, haupt­amt­li­che Laden-Koordinationskraft, einen Rückblick auf die Entwicklung des ursprüng­lich als Kleiderkammer in der Simmerner Straße eröff­ne­ten Caritas-Ladens, der seit 2003 in der Oberstraße 91 behei­ma­tet ist. Dann stieß man mit einem Gläschen Sekt auf den beson­de­ren „Geburtstag“ an.

Caritas – der Laden - BoppardVor allem aber ließ die Jubiläumsfeier Raum für die Ehrung lang­jäh­ri­ger Ehrenamtlicher – einen Programmpunkt, den Dr. Jens Werner nur zu ger­ne über­nahm: Der Caritasdirektor, der erklär­ter­ma­ßen gro­ße Stücke auf die Freiwilligen hält, über­reich­te sie­ben Ehrenurkunden für min­des­tens fünf Jahre Engagement, sie­ben sil­ber­ne Caritas-Nadeln (ab zehn Jahre) und eben­falls sie­ben Nadeln in Gold (15 Jahre oder län­ger). Die „Spitzenreiterin“ bringt es auf sage und schrei­be 21 Jahre im Bopparder Laden-Team. Fünf Frauen sind immer­hin seit 2005 dabei. Angesichts die­ser lan­gen Verbundenheit der rund 35 Engagierten mit dem Verband und „ihrem“ Second-Hand-Laden erklärt sich im Grunde schon von selbst, wes­halb Jens Werner die­se Form der per­sön­li­chen Würdigung ein gro­ßes Anliegen ist.

Er beton­te, wie wich­tig der Laden als sozia­les Angebot ist: „Alte Akten und Aufzeichnungen ver­ra­ten, dass die Ankunft zahl­rei­cher Spätaussiedler aus der ehe­ma­li­gen Sowjetunion (UdSSR) bis zum Ende der 1990er Jahre den Anstoß für die Konzeption des Second-Hand-Ladens gab“, ver­riet er. Trotz ver­än­der­ter Vorzeichen habe das Geschäft, in dem Menschen mit gerin­gem Einkommen ein­fach ein gleich­wer­ti­ger Teil der Kundschaft sind, bis heu­te nichts von sei­nem Stellenwert ein­ge­büßt, so der Caritas-Chef weiter.

Auch für Elke Nick ist die beson­de­re Qualität von „Caritas – der Laden“, dass hier jeder unbe­fan­gen stö­bern und ein­kau­fen kann: „Vermehrt trifft man in den Caritas-Läden auf jun­ge Menschen, die gut erhal­te­nen Dingen eine zwei­te Chance geben. Viele von ihnen kau­fen Second-Hand aus sozia­len oder öko­lo­gi­schen Erwägungen“, schil­dert sie.

Bleiben – trotz der sehr mode­ra­ten Preise – Überschüsse, so flie­ßen die­se Mittel in die Arbeit des Caritasverbandes Rhein-Hunsrück-Nahe. Auch die­ser Mehrwert ist nur durch die rege ehren­amt­li­che Beteiligung mög­lich, wie Jens Werner und Elke Nick ein­hel­lig erklä­ren. So hof­fen natür­lich bei­de, dass sich auch künf­tig genü­gend Menschen für die­ses Ehrenamt begeistern.

Wer wis­sen möch­te, wie es bei „Caritas – der Laden“ in Boppard zugeht, fin­det die Öffnungszeiten – wie auch die der Pendants in Emmelshausen und Kastellaun – auf www​.cari​tas​-rhn​.de/​s​e​c​o​n​d​-​h​and. Und Ehrenamts-Interessierte dür­fen ger­ne mit Elke Nick, Tel. 06742 8786–0, E.​Nick@​caritas-​rhn.​de, einen Schnupper-Termin vereinbaren.