Boppard. Seit Jahren ani­miert die Kampagne Stadtradeln über­all in Deutschland Menschen zum Radfahren. Als 2008 das Klima-Bündnis – das größ­te kom­mu­na­le Netzwerk zum Schutz des Weltklimas – Stadtradeln ins Leben rief, haben wohl nicht ein­mal Optimisten der Organisation damit gerech­net, dass 2025 mehr als eine Million Teilnehmer für das Klima in die Pedale tre­ten wür­den. In die­sem Jahr ist Boppard zum drit­ten Mal mit von der Partie. „Im ver­gan­ge­nen Jahr haben bei uns 185 Teilnehmer ins­ge­samt rund 40.000 Kilometer im Aktionszeitraum zurück­ge­legt“, sagt Robert Schumann, Energiemanager der Stadt Boppard, im Gespräch mit unse­rer Zeitung. „Natürlich ist es das Ziel, dass wir noch mehr Menschen dafür begeis­tern kön­nen, im Aktionszeitraum bis 21. Juni für Boppard in die Pedale zu treten.“

Rad statt Auto
Stadtradeln in BoppardIn Boppard hofft man, dass sich mög­lichst vie­le Bürgerinnen und Bürger für das Stadtradeln anmel­den und ihre Autos oft ste­hen las­sen. Ob allei­ne, in Zweier-Teams oder in grö­ße­ren Gruppen: Alle sind auf­ge­ru­fen, mög­lichst vie­le Strecken kli­ma­freund­lich mit dem Rad zu erle­di­gen und dabei Kilometer für sich, die Teams und natür­lich für Boppard zu sam­meln. Ob zur Arbeit, zum Einkaufen oder in der Freizeit: Das Rad ist ein umwelt­freund­li­ches Verkehrsmittel. Und ganz neben­bei ist Radfahren gesund und macht eine Menge Spaß.

„Ich freue mich sehr, dass die Stadt Boppard wie­der beim Stadtradeln dabei ist. Gemeinsam als star­ke Gemeinschaft wol­len wir vie­le Kilometer auf dem Fahrrad sam­meln. Dabei geht es nicht nur um Klimaschutz, son­dern auch um Teamgeist, Zusammenhalt und den Spaß an der Bewegung im Alltag“, betont Boppards Bürgermeister Jörg Haseneier.

Für bes­se­re Infrastruktur
Mit vie­len Kilometern kön­nen die Bopparder nicht nur dazu bei­tra­gen, dass Boppards Radinfrastruktur bes­ser geför­dert wird, sie lie­fern auch Erkenntnisse, die für Verkehrsplaner wert­voll sind. Denn mit der kos­ten­frei­en Stadtradeln-App kön­nen Teilnehmende die gera­del­ten Strecken nicht nur bequem via GPS tra­cken und direkt ihrem Team und ihrer Kommune gut­schrei­ben. Diese Radverkehrsdaten wer­den auch voll­kom­men anony­mi­siert aus­ge­wer­tet und sind so für Boppard eine wert­vol­le Basis für Verbesserungen und Ausbaumaßnahmen an Radwegen und gege­be­nen­falls auch für den Neubau von Radwegen.

Energiemanager Robert Schumann setzt dar­auf, dass sich jetzt noch vie­le zum Stadtradeln anmel­den. „Aktuell haben wir hier rund 80 Teilnehmer, dar­un­ter 13 Teams. Da ist noch Luft nach oben“, sagt er. Da die Online-Anmeldung nach wie vor geöff­net und ganz ein­fach ist, wer­den sich sicher­lich wie im Vorjahr in den kom­men­den Tagen noch zahl­rei­che Pedalisten zum Stadtradeln anmelden.

An eini­gen Stellen – etwa vor dem Bopparder Bahnhof – hat Robert Schumann mit umwelt­freund­li­cher Kreide auf dem Boden mit einer Schablone den Schriftzug „Stadtradeln – Radeln für ein gutes Klima“ sicht­bar plat­ziert. „Vielleicht nicht, dass der eine oder ande­re wahr“, hofft Schumann, dass sich alle Mühen lohnen.

Anmeldungen zum Stadtradeln unter stadt​ra​deln​.de/​b​o​p​p​ard. Fragen zum Stadtradeln in Boppard beant­wor­tet Klimaschutzmanager Dominik Nachtsheim, Tel. 06742 103–45.