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So geht Briefwahl

Stimmzettel WahlViele wissen es natürlich schon längst, aber viele wollen bei der bevorstehenden Landtagswahl erstmals „per Brief“ wählen.

Wir erklären, was man machen muss:
Eine Briefwahl kann man ohne Angabe von Gründen beantragen. Auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigungen, die jeder Wahlberechtigte an seine Meldeadresse bis spätestens 21. Februar geschickt bekommt, findet man einen Wahlscheinantrag, den man an die Verwaltung zurückschickt. Daraufhin bekommt man den Wahlschein zugeschickt. Übrigens kann man die Briefwahlunterlagen auch persönlich in der Verwaltung abholen und dort auch gleich ausfüllen und in eine Urne werfen. Den Antrag für eine Briefwahl können auch Personen mit einer schriftlichen Vollmacht stellen. Letzter Termin für das Beantragen der Briefwahl ist am Freitag, 12. März. Bis 18 Uhr müssen dann Anträge bei der Verwaltung eingegangen sein.

Wer die Briefwahl beantragt hat, erhält in einem weißen Umschlag einen Wahlschein, einen Stimmzettel des Wahlkreises, einen Stimmzettelumschlag und einen Wahlbriefumschlag. Der ausgefüllte Stimmzettel kommt in den hellblauen Stimmzettelumschlag. Diesen steckt man dann gemeinsam mit dem unterschriebenen Wahlschein in den roten Wahlbriefumschlag und verschickt ihn oder bringt ihn persönlich zur Verwaltung. Wer das rechtzeitige Absenden der Briefwahlunterlagen vergessen hat, kann den Umschlag am Wahlsonntag bis 18 Uhr in den Briefkasten der Verwaltung einwerfen.

Und noch etwas ist möglich: Auch wer eine Briefwahl beantragt hat, kann noch klassisch im Wahllokal wählen gehen – natürlich nur, wenn er nicht bereits seine Stimmzettel verschickt hat. Dann geht man einfach mit seinem Wahlschein und dem Personalausweis ins Wahllokal.

Briefwahl wird immer beliebter: Bei der Landtagswahl am Sonntag, 14. März, rechnen Experten mit einem Briefwahlanteil in Rekordhöhe. Neben dem Bequemlichkeitsfaktor, den das entspannte Ankreuzen in den eigenen vier Wänden mit sich bringt, sorgt vor allem das Coronavirus für den verstärkten Trend zur Briefwahl. Experten gehen davon aus, dass mehr als 50 Prozent aller Stimmen nicht mehr in den Wahllokalen abgegeben werden.

Bei der Landtagswahl 1983 war es noch angesagt, ins Wahllokal zu gehen: Nur 9,3 Prozent der Wähler schickten ihre Stimmen per Post ab. Vor fünf Jahren sah dies schon deutlich anders aus: Damals haben 30, 6 Prozent „per Brief“ gewählt. Am 14. März wird dieser Rekord aller Wahrscheinlichkeit buchstäblich pulverisiert. Einige Politikwissenschaftler halten sogar einen Briefwahlanteil von mehr als 60 Prozent für möglich. Das hängt – so die einhellige Meinung – davon ab, wie sich die Infektionslage entwickelt und ob und wie sich die als besonders ansteckend geltenden Corona-Mutanten verbreiten.Ob sich der Anstieg des Briefwahlanteils auch auf das spätere Wahlergebnis auswirkt, ist nicht seriös zu beantworten. Während bei den amerikanischen Präsidentschaftswahlen in den USA die Demokraten und Joe Biden im Vergleich zu den Republikanern und Donald Trump sehr viele Stimmen per Briefwahl erhielten, ist das Verhalten in Deutschland nicht so eindeutig. Zwar gibt es Demoskopen, die annehmen, dass CDU und Grüne von einem hohen Anteil an Briefwahlstimmen eher profitieren als politische Mitbewerber, aber angesichts der besonderen Ausgangslage bedingt durch die Coronapandemie sind solche Aussagen mit Vorsicht zu bewerten. Entscheidend wird sein, wie die Parteien und ihre Spitzenkandidaten es schaffen, ihre Anhängerschaften digital zu erreichen und zu mobilisieren, denn der klassische Wahlkampf mit Saalveranstaltungen und gezielten Haustürkampagnen findet in diesem Jahr wegen der Kontaktbeschränkungen im Zuge der Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus nicht statt.

RHA hat Wahl im Blick

Der Rhein-Hunsrück-Anzeiger hat auf diese Veränderungen rechtzeitig reagiert. Mit Blick auf die Landtagswahl und die zeitgleich stattfindende Bürgermeisterwahl in Boppard bietet unsere Zeitung Parteien und Kandidaten eine große Plattform in den Printausgaben bis zum Tag der Entscheidung am 14. März. Gleichzeitig setzen wir auf Online-Formate für Interviews und haben eine große Livediskussion mit den drei Bürgermeisterkandidaten über rhaonline und unseren Youtube-Kanal gesendet.

Unser Ziel ist klar: Wir wollen Lust machen auf die Wahl. Hauptsache ist es, dass möglichst viele Menschen am Sonntag, 14. März, ihre Stimmen bis 18 Uhr abgegeben haben. Ob klassisch in den Wahllokalen oder als Briefwähler ist letztlich egal. [za]

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