Start Aktuell Schule hat ihre Hausaufgaben vorbildlich gemacht

Schule hat ihre Hausaufgaben vorbildlich gemacht

Boppard. Die halbe Wegstrecke zwischen Sommer- und Herbstferien ist zurückgelegt. Nach einer wochenlangen Homeschooling-Phase und einer teilweisen Rückkehr in den Regelunterricht vor den Sommerferien gehen seit Beginn dieses Schuljahres wieder alle Kinder in die Schulen. Auch in der Bopparder Fritz-Straßmann-Schule wird wieder fast wie früher unterrichtet. Doch von der Normalität aus der Vor-Corona-Zeit ist der Schulalltag noch weit entfernt. Die „Integrative Realschule plus“ muss wie alle Schulen in Rheinland-Pfalz das von der Landesregierung vorgeschriebene Hygienekonzept umsetzen.

Soviel vorweg: Schulleiter Patrick Loosen und sein Lehrerkollegium haben in der Zeit vor den Sommerferien und in der Vorbereitung auf das neue Schuljahr die Herausforderungen, die die Coronakrise mit sich brachte, sehr gut bewältigt. Mit großem Verantwortungsbewusstsein gegenüber Eltern und Schülern hat man den Unterricht neu organisiert und sich sehr gewissenhaft auf die Rückkehr zur Regelunterricht vorbereitet. Patrick Loosen, seit zehn Jahren Schulleiter an der Fritz-Straßmann-Schule, zieht jetzt, nach den ersten Wochen des noch neuen Schuljahres, eine positive Bilanz. „Wir haben die Vorgaben des Hygienekonzepts in unserem Schulgebäude bestmöglich umgesetzt. Vom ersten Schultag an waren die Laufwege in der Schule markiert, außerdem haben wir verschiedene Eingänge für die Stockwerke, damit wir unnötiges Gedränge und Begegnungen vermeiden“, so Loosen. Auf dem Schulgelände und in der Schule müssen die derzeit 220 Schülerinnen und Schüler Mund-Nasenschutz-Masken tragen, lediglich während des Unterrichts dürfen sie die Masken abnehmen. Und für den Fall, dass ein Kind eine Maske vergessen hat, gibt es in der Schule einen Automaten, an dem man  Masken „ziehen“ kann.

Damit die Gefahr von Ansteckungen mit dem Coronavirus reduziert wird, müssen die Klassenräume auch während der Unterrichtsstunden gelüftet werden. Dies ist in der noch warmen Jahreszeit kein Problem. Im Winter allerdings wird das anders sein. Wir überlegen uns, ob wir kleine Wecker anschaffen, die akustisch darauf aufmerksam machen, dass Fenster geöffnet werden müssen“, so Patrick Loosen.

Auch auf den Fall, dass das Coronavirus sich in den kommenden Wochen rasant verbreitet und die Schulen im Land gezwungen würden, wieder in den Homeschooling-Modus umzuschalten, ist man an der Bopparder Realschule plus vorbereitet. „Dank der Sdui-App sind die Lehrerinnen und Lehrer und die Schüler für digitalen Unterricht gut aufgestellt“, so Loosen. Die App, die von einem Koblenzer Start-up-Unternehmen entwickelt wurde, bietet Schulen eine starke Plattform für die für Unterricht notwendige Kommunikation und Organisation. „Alle Schüler haben eigene Zugangsdaten“, stellt Loosen fest.

Das, was noch nicht gut funktioniert, kann die Fritz-Straßmann-Schule nicht beeinflussen. „Unsere Schule ist gut verkabelt, aber es gibt noch WLAN-Defizite“, so Loosen. „Auch der Weg an Gelder aus dem Digitalpakt-Schule zu kommen, ist aus meiner Sicht noch zu  bürokratisch“, meint der erfahrene Schulleiter. Zurzeit haben wir 20 schuleigene Laptops, die wir an Schüler verliehen haben. Wir haben 110 iPads angefordert, die wir im normalen Unterricht einsetzen wollen. Dann wären unsere Schüler bald sicher im Umgang mit den Geräten und auch für einen eventuellen Lockdown gerüstet“, denkt Patrick Loosen nach vorne.

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