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Protestaktion „Leere Stühle“ war ein klarer Hilferuf

Aktualisiert am

Hoteliers und Gastronomen fordern ein baldiges Ende der Corona-Schließung

Aktion Leere Stühle am Deutschen Eck

 

 

 

 

 

 

Koblenz/Boppard. Mehr als 70 Hoteliers und Gastronomen – darunter gut 20 aus Boppard und Umgebung – haben am Deutschen Eck eindrucksvoll für einen klaren Fahrplan zur Wiedereröffnung ihrer Betriebe demonstriert. Die Aktion „Leere Stühle“ wurde so wie in Koblenz zeitgleich in weiteren 74 Städten in Deutschland durchgeführt, in Koblenz war der Bopparder Hotelier Marek Gawel Initiator und Organisator der Demo. Mit 1020 leeren Stühlen, die die Betreiber sinnbildlich für die aktuelle Situation in ihren Betrieben mitgebracht hatten, wurde optisch beeindruckend ein klares Signal an die Politik gesendet: Die Branche benötigt dringend unbürokratische finanzielle Unterstützungen, die ein Überleben der Existenzen und damit Zehntausende Arbeitsplätze sichert. Außerdem verlangen die Hoteliers und Gastronomen einen Termin für das voraussichtliche Ende der Zwangsschließungen und möglichst umgehend die besonderen „Corona-Auflagen“, damit mit den konkreten Vorbereitungen für die Wiedereröffnungen begonnen werden kann.

Treibende Kraft: Marek Gawel

Marek Gawel

Marek Gawel war sichtlich zufrieden und beeindruckt vom großen Zuspruch seiner Kolleginnen und Kollegen. „Die Demonstration hier war vermutlich bundesweit die zweitgrößte: 1020 Stühle kamen nicht einmal in München und Hamburg zusammen. In Trier waren es gerade einmal 150“, so Gawel. Passanten, die die Aktion in Koblenz gesehen haben, dürften den Anblick so schnell nicht vergessen: Auf der gesamten Fläche standen in Reihen leere Stühle mit Logos der Betriebe. Nachdenklich machten auch festlich eingegedeckte Tafeln – ohne Gäste. Auf den Stufen unterhalb des Kaiser-Denkmals saßen Gastronomen und Mitarbeiter, alle mit Mundschutz und in „Corona-Distanz“. Eine Kulisse, die allen die dies sahen, die unausgesprochene Botschaft „Denk mal nach“ vermittelte.

Handelt die Politik nicht schnell und konsequent, droht zahlreichen Hotel- und Gastronomiebetrieben überall im Land das Aus. Dies machten der Präsident des Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA) Rheinland-Pfalz, Gereon Hauman, Vizepräsident Lothar Weinand und der Rhein-Hunsrück-Kreisvorsitzende, Josef Mayer, in einer spontanen Gesprächsrunde mit dem RHA am Deutschen Eck deutlich. Die drei DEHOGA-Vertreter vertreten vehement und leidenschaftlich die Interessen aller Betriebe, sie zollten auch unisono dem großartigen Engagement von Marek Gawel höchsten Respekt.

„Im Gastgewerbe arbeiten im Rhein-Hunsrück-Kreis in rund 600 Betrieben 3.200 Beschäftigte“, so Mayer. „Im Land sind wir mit 98.000 Beschäftigten nach dem Öffentlichen Dienst der größte Arbeitgeber“, betonte Mayer die bedeutende Rolle der Branche. „Die Coronakrise zeigt, wie wichtig es ist, dass wir eine starke Interessenvertretung haben. Wenn nicht jetzt, wann dann“, sagte Gereon Haumann in Richtung aller, die eine DEHOGA-Mitgliedschaft für nicht wichtig halten.

Update vom 04.05.: DEHOGA-Präsident Haumann erwartet eigenen Rheinland-Pfalz-Weg für die Gastronomie- und Hotelbranche: “NAHE NEWS” im Gespräch mit Gereon Haumann

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