Start Aktuell Loreley Kliniken: Schließung unverantwortlich

Loreley Kliniken: Schließung unverantwortlich

Region. Der CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Josef Bracht hält es für unverantwortlich, in der derzeitigen gesundheitlichen Lage in St. Goar und Oberwesel funktionierende Krankenhäuser zu schließen. Maßlos verärgert ist Bracht daher über die jüngsten Aussagen des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums zur Zukunft der Loreley-Kliniken in St. Goar und Oberwesel. „Die Landesregierung hat die Loreley-Klinken offenbar aufgegeben“, kritisiert Bracht. „Das hätte es in Bayern und anderen Bundesländern nicht gegeben.“

Loreley Klinik in ObeweselNachdem sich die die Bürgermeister der Städte St. Goar und Oberwesel sowie der Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein neben Bracht an Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler gewandt und sich für den Erhalt der Loreley-Kliniken stark gemacht haben, heißt es nun aus dem Gesundheitsministerium in Mainz wörtlich: „Die Menschen in der Region Mittelrhein werden auch bei einer Schließung der Klinik eine gute stationäre Versorgung erhalten. Eine gute Versorgung einschließlich der Notfallversorgung wird durch die umliegenden Krankenhausstandorte insbesondere in Bingen, Boppard und Simmern sichergestellt.“

Diese Äußerungen stoßen beim CDU-Landtagsabgeordneten auf Kritik. „Ich halte es für unverantwortlich, dass in St. Goar und Oberwesel in der derzeitigen gesundheitlichen Lage, wo in Koblenz in einer Turnhalle Feldbetten aufgebaut werden, in den Mittelrheinstädten funktionierende Krankenhäuser geschlossen werden. Hier hat man mit 182 bestehenden Betten erhebliche Kapazitäten, die man stilllegen und stattdessen hohe Beiträge in Bingen zusätzlich einsetzen will. Das ist niemandem vermittelbar. In normalen Situationen nicht, in der aktuellen Phase erst recht nicht“, erklärt Bracht.

Daher fordert Bracht die Landesregierung, Kassenärztliche Vereinigung und die Marienhaus GmbH auf, die unverantwortliche Entscheidung der Schließung der Loreley-Kliniken zu überdenken. „Im Interesse der Gesundheit der Menschen ist nach medizinisch sinnvollen und notwendigen Kriterien zu entscheiden statt nach rein betriebswirtschaftlichen“, macht der CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Josef Bracht deutlich.

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