Start Aktuell Flughafen Hahn weiterhin in der Krise

Flughafen Hahn weiterhin in der Krise

Flughafen HahnRegion. Der Flughafen Hahn sorgt wieder für Schlagzeilen. Nachdem das Land sich vom „Millionengrab“ im Jahr 2017 durch den Verkauf seines 82,5-Prozent-Anteils an den chinesischen Großkonzern HNA weitgehend von der erdrückenden finanziellen Belastung befreien konnte, löst jetzt die Schuldenkrise beim asiatischen Haupteigentümer für Unruhe. Ungewissheit herrscht, welche Auswirkungen ein Insolvenzverfahren in China auf die künftige Ausrichtung des HNA-Konzerns haben wird. In der Region hoffen die Beschäftigten und all diejenigen, die vom Flughafen leben, dass es mit dem Hahn weitergeht. Doch Skepsis ist angebracht.

Gut möglich, dass HNA und vielleicht auch China den Flughafen „am Leben“ erhalten will. Vielleicht kann er ein kleiner Mosaikstein im weltumspannenden Projekt „Neue Seidenstraße“ sein, mit dem China dauerhaft bestimmende Weltwirtschaftsmacht werden will. Reduziert auf reine Wirtschaftlichkeit sieht es für den Hahn allerdings nicht rosig aus. Die Zahl der Passagiere blieb schon vor Ausbruch der Coronapandemie weit hinter den Erwartungen zurück. Die Pandemie hat die Zahl der Passagiere im Dezember im Vergleich zum Vorjahresmonat nochmals um mehr als 80 Prozent abstürzen lassen. Die Mainzer Landesregierung betont immer noch die enorme Bedeutung des Flughafens und erwähnt gebetsmühlenartig die positive Entwicklung im Frachtgeschäft. Das stimmt zwar, Fakt ist aber auch, dass sich mit guten Frachtzahlen alleine ein Flughafen nicht rechnet. Profitabel sind Flughäfen mit einem gesunden Mix aus Passagier- und Frachtaufkommen. [za]

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