Start Aktuell Dritter Verkehrswendeaktionstag in der Koblenzer Innenstadt

Dritter Verkehrswendeaktionstag in der Koblenzer Innenstadt

Koblenz. Am Freitag, 27. August, zwischen 16 und 21 Uhr, organisieren unterschiedliche Gruppen und Einzelpersonen erneut ein Straßenfest und eine Fahrraddemo in der Koblenzer Innenstadt. Für mehrere Stunden wird dabei ein Teil der Straße „Am Alten Hospital“ vom Autoverkehr befreit, eine temporäre Fahrradstraße eingerichtet und die sonst den Autos vorbehaltenen Flächen werden mit Infoständen, Aktionen und Redebeiträgen belebt. Ziel ist es, unübersehbar die Forderungen nach einer umfassenden Verkehrswende sichtbar zu machen.

Dritter Verkehrswendeaktionstag in der Koblenzer InnenstadtTrotz der abgeschlossenen Verhandlungen der Stadt mit dem ‚Radentscheid‘ tritt Koblenz in Sachen umfassende Verkehrswende in der praktischen Umsetzung aktuell noch auf der Stelle. Weitere konsequente Maßnahmen werden notwendig sein, um eine langfristige Verlagerung weg vom Auto hin zu Fahrrad, Straßenbahn und Seilbahn zu erreichen. Auch das Einsparen von erzwungener Mobilität insgesamt spielt dabei eine große Rolle. 

Die Initiatoren jedoch wollen nicht länger warten und richten deswegen wieder temporär das ein, was es dringend und möglichst sofort braucht: Fahrradstraßen und verkehrsberuhigte Zonen. Neben der Fahrradstraße findet eine Fahrraddemo, die um 17.30 Uhr von der Versammlung aus startet, statt. Diese markiert durch den Streckenverlauf den Teil der Innenstadt, der autofrei gestaltet werden soll. Die Fahrraddemo mit ihren verschiedenen Zwischen-Kundgebungen, die sich thematisch unter anderem gegen Parkhäuser richten und ein Miteinbeziehen der Seilbahn in den ÖPNV fordern werden, trägt die Anliegen des Aktionstages in die Stadt.

Dritter Verkehrswendeaktionstag in der Koblenzer InnenstadtNach den Forderungen ‚Mainzerstraße zur Fahrradstraße‘ und ‚Balduinbrücke autofrei‘ ist diesmal bewusst das Kastorviertel in der Altstadt Ort des Protestes, um aus gegebenem Anlass auf die Kämpfe gegen die Zerstörung des Garten Herlets und die Flächenversiegelung im Kastorviertel aufmerksam zu machen. Die frei und öffentlich von Anwohnern bewirtschaftete Gartenfläche soll für den Bau eines Hotels zerstört werden und mit einer Tiefgerade unterbaut werden. Die Wohnungsbaugesellschaft Vonovia plant außerdem, große Flächen zwischen den Wohngebäuden des Kastorviertels für neue private Stellplätze zu versiegeln, da sie für Konzernprofite die Gebäude aufstocken will. 

„Uns ist dabei klar, dass neue Parkplätze und ein weiteres unnötiges Hotel nur für mehr Autoverkehr sorgen werden. Das gilt es zu verhindern! Gleichzeitig birgt eine verkehrsberuhigende Verkehrswende immer auch die Gefahr der Verdrängung von Menschen mit weniger Geld. Wir finden es deshalb wichtig und richtig, dass Bürger*innen sich in ihren Nachbarschaften gegen Profitinteressen organisieren“, erklärt Kim B. die an der Planung des Aktionstages beteiligt ist. „Die Verkehrswende muss nicht nur ökologisch sein, sondern auch soziale Veränderungen bringen! Deswegen heißt Verkehrswende für uns ganz klar auch: kein Ausverkauf öffentlicher Flächen, Mobilität für Alle und eine Stadt für Menschen und nicht für Autos oder Profite.“

Gemeinsam und vielfältig für eine lebenswerte Stadt und eine echte sozial-ökologische Verkehrswende.

Bei Rückfragen steht zur Verfügung: Jannik Engel, Tel. 0178 6074669, kontakt@koblenz-autofrei.net

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