Start Aktuell DEHOGA: Tierwohl, Regionalität und Nachhaltigkeit sind auch im Restaurant gefragt

DEHOGA: Tierwohl, Regionalität und Nachhaltigkeit sind auch im Restaurant gefragt

Austausch mit Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner
Gastgewerbe benötigt dringend Öffnungsperspektive

Gereon Haumann, Präsident DEHOGABad Kreuznach. Hauptsache es schmeckt? Von wegen. Den Gästen ist nicht egal, was auf den Teller kommt. Jeder zweite Deutsche setzt sich mit der Herkunft der Lebensmittel auseinander.

Zu den wichtigen Themen „Weinbau, Landwirtschaft, Tierwohl und Gastgewerbe“ tauschten sich, auf Einladung des DEHOGA Rheinland-Pfalz und unter Moderation von Präsident Gereon Haumann, zahlreiche interessierte rheinland-pfälzische Gastgeber in einer Videoschalte mit Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner aus.

Regionale und saisonale Speisenkarten sowie artgerechte Tierhaltung – Genuss ohne Reue. Hauptherausforderungen für die Gastronomie sind demnach regionale Herkunft und saisonale Speisen sowie artgerechte Tierhaltung. Denn das Essen auf dem Teller soll heute nicht mehr nur gut schmecken, sondern auch ohne schlechtes Gewissen genossen werden können. Für mehr Tierwohl wären Verbraucher bereit, mehr zu zahlen. Bundesministerin Julia Klöckner: „Die Umfragen zeigen es: Verbrauchern ist immer wichtiger, wo ihr Essen herkommt, unter welchen Bedingungen es erzeugt wurde. Tierwohl und Nachhaltigkeit werden immer mehr nachgefragt. Gleichzeitig sehen wir, dass über die Ladentheken oft die billigsten Produkte gehen.

Wir Deutschen geben viel für Elektronik, Grills oder Kücheneinrichtungen aus, aber wir liegen im europäischen Vergleich hinten, wenn es um die Ausgaben für hochwertige Lebensmittel geht. Aber wenn Verbraucher mehr für ein Produkt zahlen, dann wollen sie auch verlässliche und transparente Angaben, dass tatsächlich zum Beispiel ein Mehr an Tierwohl gegeben ist. Deshalb habe ich das staatliche Tierwohlkennzeichen auf den Weg gebracht, das nach verbindlichen Kriterien kennzeichnen soll, was über dem gesetzlichen Mindeststandard liegt. Regionalität, Herkunft und Saisonalität müssen für die Verbraucher klarer erkennbar sein.“

„Tierwohl, regionale Produkte, saisonale Speisenkarten – diese Themen spielen auch für die Gastronomie eine immer größere Rolle. Für die Endverbraucher werden diese Kriterien immer wichtiger, wenn es darum geht, wohin es zum Essen geht. Ernährung wird insgesamt bewusster gelebt. Gerade in der Corona-Pandemie ist eine neue Wertschätzung für Lebensmittel entstanden“, sagte die Bundeslandwirtschaftsministerin in der Runde der Gastgeber. „Diese zukunftsweisenden Themen möchte sich künftig auch das rheinland-pfälzische Gastgewerbe als USP beim Essen und auch beim Reisen auf die Fahne schreiben“, so DEHOGA Präsident Gereon Haumann. Die Landwirtschaft und die Gastronomie können dabei Synergien nutzen und sich gegenseitig wertvoll unterstützen.

DEHOGA: Tierwohl, Regionalität und Nachhaltigkeit sind auch im Restaurant gefragt

Zu gut für die Tonne: Lebensmittelabfälle reduzieren. Die Reduzierung von Lebensmittelabfällen geht alle an. Somit ist es nur selbstverständlich, dass sich der DEHOGA Rheinland-Pfalz auch für die vom Bundesverbraucherministerium initiierte Kampagne gegen Lebensmittelabfälle „Zu gut für die Tonne“ stark macht. Mit einer Checkliste zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen gibt der DEHOGA Hilfestellung für die Betriebe. „Im Gastgewerbe liegt es in der Natur der Sache, Einkauf und Wareneinsatz so zu kalkulieren, dass Lebensmittelabfälle vermieden werden“, so Präsident Gereon Haumann. „Schon allein aus betriebswirtschaftlichen Gründen haben die gastgewerblichen Unternehmer kein Interesse daran, Lebensmittel wegzuwerfen und engagieren sich für eine ressourcenschonende Betriebsführung. Dazu kommt, dass gerade das Gastgewerbe alles dafür tut, dass Lebensmitteln und ihrer Verarbeitung und Zubereitung eine höhere Wertschätzung entgegen-gebracht wird“.

Öffnungsperspektive für das Gastgewerbe. Ohne geöffnete Gastronomiebetriebe bricht auch der Landwirtschaft seit Monaten ein großer Teil des Umsatzes weg. Das Gastgewerbe will daher einen konkreten Stufenplan mit verbindlichen Öffnungsperspektiven. Für den Präsidenten des DEHOGA Rheinland-Pfalz ist klar: „Dieser müsse spätestens am 3. März vorliegen und bei rückläufigen Inzidenzwerten eine Öffnung der gastgewerblichen Betriebe vorsehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die rheinland-pfälzische Landesregierung bei Inzidenzen um die 35 unsere Betriebe weiter geschlossen hält“, sagt Haumann. „Man habe Hygienekonzepte strikt umgesetzt, aus dem Gastgewerbe seien keine Infektionen bekannt. Die Gäste waren und sind in unseren DEHOGA-Betrieben sicher. Dies gilt auch zukünftig!“, bekräftigt Gereon Haumann. Deshalb fordert der DEHOGA Rheinland-Pfalz die Öffnung der Betriebe.

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