Start Aktuell Bundestagswahl: Große Auswahl und ein Favorit

Bundestagswahl: Große Auswahl und ein Favorit

Bundestagswahl: Große Auswahl und ein FavoritRegion. Gleich zehn Kandidatinnen und Kandidaten bewerben sich bei der Bundestagswahl am 26. September im Wahlkreis Mosel/Rhein-Hunsrück um das Direktmandat. Favorit ist zweifelsfrei der amtierende Landrat Dr. Marlon Bröhr (CDU). Die Chancen, dass der Christdemokrat die meisten Erststimmen der Wählerinnen und Wähler im traditionell „schwarzen Wahlkreis“ erhält, sind groß. Doch Vorsicht: Die politische Landschaft ist in Bewegung und lässt Außenseiter hoffen.

Seit 1949 waren es immer CDU-Kandidaten, die das Direktmandat gewinnen konnten. Seit 1990 ist Peter Bleser aus Brachtendorf ununterbrochen direkt gewählter Abgeordneter für den Wahlkreis. Doch bei der anstehenden Bundestagswahl tritt Bleser nicht mehr an, mit ihm verlässt einer der erfahrensten Bundestagsabgeordneten die politische Bühne in Berlin. Ihn beerben will jetzt Rhein-Hunsrück-Landrat Dr. Marlon Bröhr. 

Bundestagswahl: Große Auswahl und ein FavoritDas Rennen um die Nachfolge von Peter Bleser ist eröffnet, die heiße Wahlkampfphase beginnt. Öffentlich ist dies an der zunehmenden Plakatierung bereits zu erkennen, große Saal- und Platz-Veranstaltungen mit politischer Prominenz gibt es aber angesichts der Corona-Pandemie nicht so wie in früheren Jahren.  Mit Plakaten, Printanzeigen, Videoformaten und Social-Media-Aktivitäten sowie kleineren Vor-Ort-Aktionen versuchen die Parteien und deren Kandidaten die mehr als 170.000 Wahlberechtigten im Wahlkreis Mosel/Rhein-Hunsrück zu überzeugen.

Bundestagswahl: Große Auswahl und ein FavoritDie Menschen im Rhein-Hunsrück-Kreis haben am Sonntag, 26. September, die Wahl. Dann entscheiden sie mit, wer künftig ins Kanzleramt einziehen wird und wer künftig aus der Region als Direktkandidat für den Wahlkreis Mosel/Rhein-Hunsrück und über den Listenplatz der jeweiligen Partei im Deutschen Bundestag ihre Interessen vertritt.

Neun Kandidaten von Parteien und ein Einzelbewerber sind zur Wahl zugelassen. Da Peter Bleser nicht mehr kandidiert, ist Carina Conrad von der FDP die einzige aktuelle Mandatsträgerin, die erneut den Sprung in den Bundestag schaffen will.

Bundestagswahl: Große Auswahl und ein FavoritOb klassische regionale Themen wie beispielsweise die endlose Pannen- und Krisengeschichte des Flughafen Hahn, das ewige Hickhack um den Bau einer Rheinbrücke, Diskussionen um Windenergieanlagen, Digitalisierung und Infrastruktur oder die künftige medizinische Versorgung in der insgesamt ländlich geprägten Region über den Wahlerfolg entscheiden, muss abgewartet werden. Vielleicht sorgt die Flutkatastrophe an der Ahr auch dafür, dass Umwelt- und Klimaschutz zum „Premiumthema“ werden. Die nahe Zukunft wird die Antworten liefern. 

Die Kandidaten in der Übersicht:

Dr. Marlon Bröhr (CDU): Der frühere Zahnarzt, Stadt- und Verbandsbürgermeister von Kastellaun und derzeit Landrat im Kreishaus in Simmern, hat für das Direktmandat die Pole-Position. Es gilt als wahrscheinlich, dass Bröhr das Direktmandat gewinnt.

Michael Maurer (SPD): Der Emmelshausener, früher Journalist der Rhein-Zeitung und aktuell Beamter bei der Landesregierung, verfügt über langjährige kommunalpolitische Erfahrungen. Zurzeit ist er Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion. 

Carina Konrad (FDP): Die Landwirtin aus Bickenbach ist vor vier Jahren über die Landesliste in den Deutschen Bundestag eingezogen. Die Vorsitzende der Kreis-FDP hat aufgrund ihres Listenplatzes 2 beste Chancen für ein erneutes Bundestagsmandat. Konrad ist in Berlin stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft.

Julian Joswig (Bündnis 90/Die Grünen): Der 27-jährige Bopparder, Projektberater für Bundesbehörden, könnte bei einem guten Ergebnis für die Grünen aufgrund seines Listenplatzes 6 ein Mandat gewinnen. 

Dr. Harald Bechberger (AfD): Der Bopparder fungiert im Kreistag als stellvertretender Vorsitzender seiner Partei. 

Heinz Alfred Wößner (Freie Wähler): Der Diplom-Kaufmann aus Konz  geht als Direktkandidat für die Freien ins Rennen, die nach dem Einzug in den Mainzer Landtag auf Bundesebene große Hoffnungen haben.

Erik Hofmann (ÖDP), Wolfgang Link (Basisdemokratische Partei Deutschlands), Detlev Barsuhn (Volt) und Hermann Krämer (Wahlrechtsreform) sind weitere Direktkandidaten.

Vorheriger ArtikelHolzfeld: Der Ortsvorsteher informiert
Nächster ArtikelZum Bericht „Reede: Stadt holt sich rechtlichen Beistand“ in der Rhein-Hunsrück-Zeitung (RHZ) vom 6. August

Kontakt

    • Ihr Name (Pflichtfeld)

      Ihre E-Mail Adresse (Pflichtfeld)

      Betreff (Pflichtfeld)

      Ihre Nachricht