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Aktion „Leere Stühle“ am Freitag, 24. April von 11.00 – 13.00 Uhr in Koblenz am Deutschen Eck

Interessengemeinschaft Hoteliers, Gastronomen und Veranstalter:
Aktion „Leere Stühle“ am Freitag, 24. April von 11.00 – 13.00 Uhr in Koblenz am Deutschen Eck

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Koblenz. Diese bevorstehende Aktion soll die Situation der Gastronomen, Hoteliers und Veranstalter verdeutlichen. Leere Stühle bedeuten keine Gäste. Keine Gäste bedeutet keine Arbeit. Innerhalb von 24 Stunden haben sich über 30 Unternehmer des Gastgewerbes aus der Region Koblenz (Mittelrhein – Mosel – Westerwald) dazu bereit erklärt, an der Aktion in Koblenz am 24. April „Leere Stühle“ am Deutschen Eck teilzunehmen. Diese Zahl soll sich bis zur Veranstaltung noch erhöhen.

Sie alle senden einen dringenden Hilferuf an die Bundes- und Landesregierung. Damit schließt sich die Region Koblenz der deutschlandweiten Aktion “Leere Stühle” an, denn auch wir müssen auf unsere großen Probleme in der heimischen Gastro-, Hotel- und Eventbranche aufmerksam machen.

JEDER Stuhl steht für EINEN Gastronomen!

Warum musste es so weit kommen: Unsere heimische Gastronomie steht kurz vor dem aus. Seit mehr als sechs Wochen sind unsere Lokale geschlossen. Hotels dürfen nur Übernachtungen zu nicht touristischen Zwecken anbieten. Veranstalter können Ihrer Arbeit in der Gänze nicht mehr nachgehen. In Zeiten, in denen eine Kontaktsperre herrscht verreist kein Gast, Restaurants sind geschlossen und große Veranstaltungen unterbunden.

Die wirtschaftliche Aktivität ist somit fast vollständig zum Erliegen gekommen und das, nach einem harten Winter kurz vor dem ersehnten Saisonbeginn zu den Osterfeiertagen. Zu allem Überfluss die Probleme in der Administration und der Kommunikation. Kurzarbeitanträge sind in Bearbeitung, aber das Geld für unsere Mitarbeiter müssen die Betriebe vorfinanzieren. Die Mitarbeiter leben von Festgehalt, Nacht- und Feiertagszuschlägen und Trinkgeldern – mit 60% des Festgehaltes können viele ihre Familien kaum ernähren. Gastronomen, Hoteliers und Veranstalter haben nach einem langen Winter und den typischen Sommervorbereitungen leere Kassen und keine Einnahmen mehr, um weiter zu überbrücken. Dies betrifft im besonderen Maße für unsere Region zu.

Die Regierung bietet Kleinstunternehmen bis 10 bzw. bis zu 30 Mitarbeitern Zuschüsse an. Was ist jedoch mit den Betrieben, die über diesen Wert hinaus agieren? Für die Beantragung der KFW-Kredite wurden die Betreiber zu den Banken und Sparkassen geschickt, die vielen Absagen erteilten. Die neuen Regulierungen nach den Osterfeiertagen sahen vor, dass Restaurants, Bars, Cafés und Hotels längerfristig geschlossen bleiben. Events wurden abgesagt bzw. in eine ungewisse Zeit verlegt. Somit ist eine verlässliche Planung nicht möglich.

Aus gesundheitlichen Gründen können alle die Maßnahmen der Regierung nachvollziehen. Nicht nachvollziehbar ist, warum für jede Branche unterschiedliche Maßstäbe angesetzt werden. Zudem hat die anfängliche Ineffektivität der Bearbeitung von Anträgen dazu geführt, dass wertvolle Zeit verloren ging. Zeit, die wir in dieser wirtschaftlichen Situation nicht haben. Die entgangenen Umsätze können nicht nachgeholt werden. Ein Bett, ein Teller, eine Veranstaltung, das heute leer/aus blieb, kann am Folgetag nicht aufgeholt werden. Die Kredite, die einzig der Überbrückung dienen müssen, können kaum zusätzlich erwirtschaftet werden, da die Margen in der Branche gering sind. Die zusätzliche persönliche Haftung stürzt uns noch tiefer in die persönliche Krise.

Was benötigt wird ist ein Zukunftsszenario, wie Investitionen wieder zurück verdient werden können (z.B. 7% MwSt). Jeder Inhaber hat Zukunftsangst: um sich und seinen Betrieb, um seine Mitarbeiter aber auch um die Städte, die durch Gastronomie, schöne Hotels und Veranstaltungen lebenswert werden. Benötigt werden: – Erweiterungen der aktuellen Zuschüsse sowie Zuschüsse auch für Betriebe über 30 Mitarbeiter – Ein Masterplan zur schrittweisen Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit sowie ein konkretes planbares Datum – Einheitliche und umsetzbare Richtlinien und Hygienevorschriften, auf die sich alle Betriebe vorbereiten können – Schnelle, unbürokratische Kredite, um unsere Gehälter zu bezahlen – Einführung von 7% Mehrwertsteuer für das Gastgewerbe um entgangenes aufzuholen und Kredite zurückzahlen zu können.

Nochmals sei ausdrücklich betont: Die getroffenen Schließungsregelungen sind nachvollziehen, aber unsere Branche scheint von der Politik vergessen worden zu sein. Helfen Sie uns mit, dass der Hilferuf der Gastronomen und Veranstalter erhöht wird – andernfalls wird es viele von uns nicht mehr geben.

Marek Gawel, Boppard, Interessengemeinschaft Hoteliers

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