Boppard. Es dauert nicht mehr lange, dann wird der Abendumzug in Boppard wieder zu einem närrischen Höhepunkt des Straßenkarnevals in der Region. Die Vorbereitungen für dieses Großereignis, das am Sonntag, 15. Februar, ab 18.11 Uhr Tausende Frohnaturen vorwiegend aus dem Mittelrheintal und den Hunsrückhöhen nach Boppard ziehen wird, laufen auf Hochtouren. Zugmarschall Philipp Loringhoven (Karnevalsgesellschaft Schwarz-Gold Baudobriga) ist im Gespräch mit dem RHA trotz aller Arbeit die Vorfreude anzumerken. „Die Anmeldungen versprechen einiges“, sagt er. „Und da nach Langzeitprognosen auch das Wetter trocken und frostig sein soll, können sich Teilnehmer und das närrische Volk entlang der Zugstrecke den Faschingssonntag in Boppard genießen“, macht Loringhoven schon jetzt Lust auf das große närrische Ereignis.
Die drei Bopparder Vereine – KG Baudobriga, KG Knorrköpp und NC Boppard – stellen im Rotationsverfahren jeweils den Zugmarschall, der federführend für das Gelingen des Abendumzugs verantwortlich ist. „Als Zugmarschall bin ich Veranstalter und muss dafür sorgen, dass alle Schwellen der Politik, die für ein Höchstmaß an Sicherheit sorgen sollen, erfüllt werden“, sagt der engagierte Karnevalist. „Wir haben Glück, dass wir kein Sicherheitskonzept erstellen mussten und bei der Umsetzung der Auflagen von Polizei und Ordnungsamt großartig von Stadt und Bauhof unterstützt werden. Nur dank dieser Hilfe bekommen wir alles gewuppt“, stellt Loringhoven dankend fest.
Der Zugmarschall hat trotz der Unterstützung seitens der Stadt noch alle Hände voll zu tun, damit sich am Faschingssonntag ein Zug in Bewegung setzt, der vom Anfang bis zum Ende für beste Stimmung sorgt. Die richtige Zusammenstellung der Fußgruppen, Wagen und Kapellen gehört ebenso dazu wie die Kontrolle, dass die Verkehrssicherheit aller Fahrzeuge gewährleistet ist. „Eine gültige Zulassung ist notwendig. Auch Aufbauten benötigen ein Brauchtumsgutachten, einen sogenannten ‚Helauschein‘. Außerdem ist ein Unterrollschutz Pflicht, damit folgenschwere Unfälle ausgeschlossen werden“, nennt der Zugmarschall Punkte, die unbedingt beachtet werden müssen.
Obwohl er als Zugmarschall nicht als Ordnungshüter auftreten muss, ist Philipp Loringhoven natürlich mit den vielen Ehrenamtlichen, die alle mit unglaublicher Leidenschaft zum Gelingen des Abendumzugs beitragen, auch in Bezug auf Jugendschutz im Gespräch. „Es ist grundsätzlich untersagt, dass jugendliche Zugteilnehmer Alkohol konsumieren oder Jugendliche entlang des Zuges alkoholische Getränke angeboten bekommen“, macht klar, wo der „Spaß“ aufhört. Foto: [Archiv/RHA]

