Eine Erfolgsgeschichte der Natur- und Sporterlebnisse

Boppard. Vor 20 Jahren, am 28. April 2006, wur­de der Mittelrhein-Klettersteig in Boppard fei­er­lich ein­ge­weiht. Seitdem hat sich der Steig zu einer belieb­ten Attraktion für Wanderer, Kletterfreunde und Naturbegeisterte ent­wi­ckelt. Im Laufe der Jahre hat er nicht nur die Sport- und Freizeitlandschaft der Region berei­chert, son­dern auch die tou­ris­ti­sche Bedeutung Boppards als attrak­ti­ves Ziel am Mittelrhein wei­ter gestärkt.

Der Klettersteig, der sich male­risch ent­lang der stei­len Hänge des Bopparder Hamms schlän­gelt und beein­dru­cken­de Ausblicke auf die Stadt und das UNESCO-Welterbegebiet bie­tet, zieht jähr­lich zahl­rei­che Gäste an. Mit ins­ge­samt 5,3 Kilometer Länge und einer Gehzeit von etwa 2,5 bis 3 Stunden stellt er eine sport­li­che Herausforderung dar. Dabei über­win­det der Steig mit zehn Leitern, 130 Trittbügeln und rund 180 Metern Drahtseil ins­ge­samt elf anspruchs­vol­le Kletterpassagen, die durch teils stei­le Felsen führen.

Klettersteigkurs - Mittelrhein-KlettersteigZum 20-Jährigen wird der Klettersteig nun wei­ter opti­miert, um sowohl die Sicherheit zu erhö­hen als auch die Orientierung zu ver­bes­sern. Die Stadt Boppard plant die Erneuerung der Schilder für die Rettungspunkte im Rahmen eines neu­en Schilderkonzepts. Dies soll die Auffindbarkeit und die Kommunikation bei Notfällen erleich­tern. Auch das Schild am Einstieg wird aktua­li­siert und mit wich­ti­gen Hinweisen in drei Sprachen – Deutsch, Englisch und Niederländisch – ver­se­hen, um inter­na­tio­na­len Besuchern gerecht zu werden.

Ein wei­te­rer Punkt ist die Verbesserung der Zugänglichkeit von Bereichen, die im Laufe der Jahre durch Erosion und Nutzung etwas in Mitleidenschaft gezo­gen wur­den. Abgerutschte Wege sol­len wie­der bes­ser begeh­bar gemacht wer­den, sodass auch weni­ger geüb­te Wanderer und Kletterfreunde den Steig sicher genie­ßen können.

„Der Mittelrhein-Klettersteig hat sich in den ver­gan­ge­nen zwei Jahrzehnten zu einem wich­ti­gen Bestandteil des tou­ris­ti­schen Angebots in Boppard ent­wi­ckelt. Nicht nur die sport­li­che Herausforderung, son­dern auch die atem­be­rau­ben­de Aussicht und die Nähe zur Natur machen ihn zu einem ein­ma­li­gen Erlebnis“, sagt Boppards Bürgermeister Jörg Haseneier. „Mit den geplan­ten Verbesserungen set­zen wir auf eine lang­fris­ti­ge Nutzung und möch­ten den Steig für alle Besucher noch siche­rer und zugäng­li­cher machen.“

Der Steig wur­de in Zusammenarbeit mit Mitgliedern der Sektion Koblenz des Deutschen Alpenvereins und dem Bauhof der Stadt Boppard rea­li­siert. Bereits bei der Eröffnung 2006 war er als sport­li­che Variante des Rhein-Burgen-Wanderweges und als ernst­zu­neh­men­de Herausforderung für Alpinisten aner­kannt. Die Verbindung von Wander- und Klettersteigabenteuern hat seit­dem zahl­rei­che Besucher aus nah und fern angezogen.

Mit der Eröffnung des Klettersteigs wur­de Boppard als Touristenort wei­ter auf­ge­wer­tet. Der Steig ergänzt ande­re Sehenswürdigkeiten der Region wie die Sesselbahn, den Vierseenblick, die Hunsrückbahn, die Wanderwege Saar-Hunsrück-Steig, den RheinBurgenWanderweg und die Ehrbachklamm. Durch die sport­li­che Herausforderung und die Nähe zu den UNESCO-Welterbestätten bie­tet der Klettersteig eine beson­de­re Möglichkeit, die natür­li­che Schönheit des Mittelrheins aus einer neu­en Perspektive zu erleben.

Der Klettersteig ist wei­ter­hin auf eige­ne Gefahr zu bege­hen und es wird die Verwendung von Klettersteigausrüstung emp­foh­len, die unter ande­rem im BaseCamp in Boppard aus­ge­lie­hen wer­den kann, wo den Gästen auch gezeigt wird, wie die Klettersteigausrüstung anzu­le­gen ist. Die Route bie­tet zudem ver­schie­de­ne Umgehungsmöglichkeiten für weni­ger geüb­te Kletterer, ins­be­son­de­re in den anspruchs­vol­le­ren Bereichen wie dem ehe­ma­li­gen Steinbruch und den stei­len Weinbergen.