Historische Fahrzeuge und Rennsportgeschichte haut­nah erleben

Boppard. Die Stadt Boppard und die Tourist Information Boppard laden am Samstag, 18. Juli, zum 17. Bopparder Oldtimer-Treffen auf den his­to­ri­schen Marktplatz ein. Die Veranstaltung hat sich längst als Publikumsmagnet eta­bliert und ver­bin­det auto­mo­bi­le Kultur mit einer reiz­vol­len tou­ris­ti­schen Ausfahrt ent­lang des Rheins.

Zwischen 10 und 16 Uhr erwar­tet die Besucher eine ein­drucks­vol­le Ausstellung aus­ge­wähl­ter Klassiker: Rund 50 his­to­ri­sche Automobile sowie etwa 20 Motorräder wer­den auf dem Marktplatz prä­sen­tiert. Oldtimerfreunde aus ganz Deutschland kom­men zusam­men, um ihre Fahrzeuge zu zei­gen, Erfahrungen aus­zu­tau­schen und ihre Leidenschaft für klas­si­sche Technik zu teilen.

Ein beson­de­rer Höhepunkt ist ein außer­ge­wöhn­li­ches Fahrzeug mit bedeu­ten­der Rennsportgeschichte: Der Adler Trumpf AV Rennsport 2 Liter aus dem Jahr 1933, der beim Großen Preis von Deutschland 1936 auf dem Nürburgring den zwei­ten Platz in der Sportwagenklasse beleg­te. Dieses Fahrzeug ist ein beein­dru­cken­des Beispiel für die Innovationskraft der Adler-Technik und wird in Boppard zu sehen sein.

Oldtimertreffen BoppardDer Adler-Rennsportwagen wur­de auf Initiative von Erwin Kleyer, dem Sohn des Gründers der Adlerwerke Frankfurt am Main, ent­wi­ckelt – einer der ältes­ten deut­schen Automarken. Der Konstrukteur Gustav Röhr bau­te 1933 zwei Rennsportwagen in leich­ter „Leggera“-Bauweise. Die Zweisitzer ver­füg­ten über einen Rohrrahmen aus dem Flugzeugbau sowie eine hand­ge­fer­tig­te Aluminiumkarosserie mit mar­kan­tem Spitzheck. Technisch waren die Fahrzeuge ihrer Zeit weit vor­aus: Sie waren mit Frontantrieb, Lenkradschaltung, Hydraulikbremsen und einem sei­ten­ge­steu­er­ten Motor (wahl­wei­se 1,5 oder 2 Liter) sowie einer Solex-Doppelvergaseranlage aus­ge­stat­tet. Die Rennwagen dien­ten haupt­säch­lich dazu, die Komponenten der Adlerwerke unter rea­len Rennbedingungen – bei­spiels­wei­se bei Berg- und Langstreckenrennen – auf ihre Zuverlässigkeit zu testen.

Ein wei­te­rer Höhepunkt für die Besucher ist der Plymouth PD Special von 1933, der als ein­zi­ges bekann­tes Exemplar in Deutschland gilt. Dieses und wei­te­re sel­te­ne Fahrzeuge unter­strei­chen die Exklusivität des Treffens und machen die Veranstaltung auch für Sammler und Kenner beson­ders attraktiv.

Neben der Fahrzeugausstellung erwar­tet die Besucher ein abwechs­lungs­rei­ches Rahmenprogramm: Die Liveband „Two Voices“ sorgt für musi­ka­li­sche Unterhaltung – sowohl wäh­rend der Ausstellung als auch wäh­rend der tou­ris­ti­schen Ausfahrt. Die Außengastronomie lädt zudem dazu ein, sich in ent­spann­ter Atmosphäre zu erfri­schen und kuli­na­ri­sche Köstlichkeiten zu genie­ßen. Bei hof­fent­lich bes­tem Sommerwetter wird der Bopparder Marktplatz so erneut zum leben­di­gen Treffpunkt für auto­mo­bi­le Geschichte, Musik und gesel­li­ge Begegnungen.